Der Black Friday steht vor der Tür und überall locken Rabatte, Sonderangebote und vermeintliche Schnäppchen. Vielleicht möchtest du bereits die ersten Weihnachtsgeschenke kaufen oder eine größere Anschaffung erledigen, die du schon länger geplant hast.
Doch bei all den Angeboten stellt sich eine wichtige Frage: Sparst du am Black Friday tatsächlich Geld oder gibst du am Ende sogar mehr aus als ursprünglich vorgesehen?
Ich finde, der Black Friday kann durchaus eine gute Gelegenheit sein, günstig einzukaufen. Allerdings nur dann, wenn du vorher überlegst, was du wirklich brauchst und wie viel Geld du dafür ausgeben möchtest. Mit diesen sieben Tipps kannst du dich vorbereiten und unnötige Ausgaben vermeiden.
Was ist Black Friday?
Der Black Friday stammt ursprünglich aus den USA und findet jedes Jahr am Freitag nach Thanksgiving statt. Mittlerweile gehört er auch in Deutschland zu den bekanntesten Einkaufstagen des Jahres.
Viele Online-Shops und Geschäfte bieten rund um diesen Termin besondere Rabattaktionen an. Von Elektronik und Haushaltsgeräten über Kleidung bis hin zu Weihnachtsgeschenken ist fast alles dabei. Allerdings bedeutet ein hoher Rabatt nicht automatisch, dass du das günstigste Angebot gefunden hast.
Wann ist Black Friday 2026?
Der Black Friday 2026 findet am Freitag, dem 27. November 2026, statt. Viele Händler beginnen jedoch bereits einige Tage vorher mit ihren Angeboten.
- Black Week: Häufig ab Montag, 23. November 2026.
- Black Friday: Freitag, 27. November 2026.
- Black Weekend: 28. und 29. November 2026.
- Cyber Monday: Montag, 30. November 2026.
Du musst also nicht unbedingt am Black Friday selbst einkaufen. Manche Angebote sind bereits vorher verfügbar oder laufen bis zum Cyber Monday.
Kann man am Black Friday wirklich Geld sparen?
Ja, das ist möglich. Entscheidend ist allerdings, dass du gezielt einkaufst und dich nicht allein von Rabattversprechen leiten lässt.
Angenommen, du benötigst eine neue Kaffeemaschine. Dein Wunschmodell kostet normalerweise 120 Euro. Am Black Friday findest du es für 89 Euro inklusive Versand. Wenn du die Maschine ohnehin kaufen wolltest und der Preis tatsächlich günstiger ist, sparst du 31 Euro.
Funktioniert deine bisherige Kaffeemaschine dagegen noch einwandfrei und du brauchst keine neue, hast du nicht 31 Euro gespart, sondern 89 Euro zusätzlich ausgegeben.
Ein günstiger Preis allein macht einen Einkauf noch nicht sinnvoll. Entscheidend ist, ob du das Produkt wirklich benötigst.
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7 Tipps, wie du am Black Friday Geld sparen kannst
1. Lege vorher ein festes Budget fest
Bevor du dich durch die Angebote klickst, solltest du wissen, wie viel Geld du ausgeben kannst. Ein festes Budget hilft dir, unnötige Einkäufe zu vermeiden und deine Finanzen im Blick zu behalten.
Denke dabei auch an Weihnachten. Neben Geschenken kommen möglicherweise Kosten für Lebensmittel, Dekoration oder gemeinsame Unternehmungen hinzu. Plane deshalb deine gesamten Ausgaben bis Weihnachten und lege einen festen Betrag für den Black Friday fest.
2. Erstelle eine Einkaufsliste
Schreibe dir vorher auf, welche Produkte du wirklich benötigst und welche Weihnachtsgeschenke du kaufen möchtest. Notiere am besten auch den Höchstbetrag, den du für jeden Artikel ausgeben möchtest.
So kannst du gezielt nach Angeboten suchen und vermeidest spontane Einkäufe. Gerade bei Weihnachtsgeschenken hilft dir eine Liste, nicht mehr zu kaufen als ursprünglich geplant.
3. Vergleiche Preise und beobachte die Preisentwicklung
Hohe Rabatte sehen verlockend aus, doch nicht jedes Black Friday Angebot ist automatisch günstig. Häufig beziehen sich die Preisnachlässe auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers und nicht auf den üblichen Verkaufspreis.
Preisvergleichsportale wie Idealo oder Geizhals helfen dir dabei, verschiedene Angebote zu vergleichen. Bei vielen Produkten kannst du auch die Preisentwicklung anschauen oder einen Preisalarm einrichten.
Wenn du dich intensiver mit deinen Ausgaben beschäftigen möchtest, findest du in meinem Artikel Finanzplanung in 7 Schritten weitere Anregungen für deine persönliche Budgetplanung.
4. Nutze Cashback und Gutscheine sinnvoll
Mit Cashback-Aktionen oder Gutscheinen kannst du bei geplanten Einkäufen zusätzlich Geld sparen. Prüfe allerdings vorher, ob bestimmte Bedingungen oder Mindestbestellwerte gelten.
Wenn du zusätzliche Produkte kaufen musst, um einen Gutschein einzulösen, kann die vermeintliche Ersparnis schnell verschwinden. Nutze solche Aktionen deshalb nur für Dinge, die ohnehin auf deiner Einkaufsliste stehen.
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5. Beginne frühzeitig mit deiner Suche
Viele Händler starten bereits vor dem eigentlichen Black Friday mit ihren Rabattaktionen. Wenn du frühzeitig nach deinen Wunschprodukten suchst, kannst du die Preise in Ruhe vergleichen und gute Angebote besser erkennen.
Auch Newsletter ausgewählter Shops können hilfreich sein, um frühzeitig von Aktionen zu erfahren. Wenn du keine weiteren Werbemails erhalten möchtest, kannst du dich anschließend wieder abmelden.
Auch bei Amazon lohnt es sich, die Black Friday Angebote rechtzeitig anzuschauen. Wenn du noch kein Amazon Prime nutzt, kannst du dir über diesen Link die Mitgliedschaft und ihre Vorteile ansehen. Entscheide in Ruhe, ob sich Prime für dich lohnt.
6. Prüfe auch Verträge und Abonnements
Am Black Friday gibt es häufig auch Angebote für Handyverträge, Software oder Streaming-Dienste. Ein Vergleich kann sich lohnen, besonders wenn du für bestehende Verträge zu viel bezahlst.
Achte aber nicht nur auf den günstigen Einstiegspreis, sondern auf die Gesamtkosten während der Vertragslaufzeit. Manchmal sparst du mehr, wenn du ein ungenutztes Abonnement kündigst, statt ein neues abzuschließen.
7. Lass dich nicht zu spontanen Käufen verleiten
„Nur noch heute“ oder „Letzte Chance“: Solche Hinweise sollen dich dazu bringen, möglichst schnell zu kaufen. Lass dich davon nicht unter Druck setzen.
Überlege lieber, ob du das Produkt wirklich benötigst und ob es in dein Budget passt. Bei größeren Anschaffungen kann es helfen, eine Nacht darüber zu schlafen. Nicht jedes Schnäppchen muss mitgenommen werden.
Versteckte Kosten am Black Friday: So erkennst du deine tatsächliche Ersparnis
Ein Produkt ist stark reduziert und auf den ersten Blick sieht der Preis richtig gut aus. Doch beim Bezahlen können zusätzliche Kosten auftauchen, die den ursprünglichen Rabatt deutlich kleiner machen.
Versandkosten, Bearbeitungsgebühren oder zusätzliche Leistungen können dafür sorgen, dass du am Ende mehr bezahlst als erwartet.
Ein Rechenbeispiel aus dem Einkaufsalltag
Stell dir vor, du möchtest einen neuen Staubsauger kaufen. Der ursprünglich angegebene Preis beträgt 180 Euro. Am Black Friday wird das Gerät für 119 Euro angeboten.
Das klingt zunächst nach einer Ersparnis von 61 Euro. Beim Bestellen kommen allerdings noch 6,95 Euro Versandkosten und 3 Euro Bearbeitungsgebühr hinzu. Damit bezahlst du insgesamt 128,95 Euro.
Bei einem anderen Händler kostet derselbe Staubsauger regulär 125 Euro inklusive Versand. Damit ist das vermeintliche Black Friday Schnäppchen sogar 3,95 Euro teurer.
Die genannten Preise sind ein fiktives Rechenbeispiel.
Denke auch an mögliche Folgekosten
Nicht nur der Kaufpreis entscheidet darüber, ob sich eine Anschaffung lohnt. Ein günstiger Drucker kann beispielsweise auf Dauer teuer werden, wenn die passenden Druckerpatronen besonders viel kosten. Auch Zubehör, laufende Abonnements oder Zinsen bei Ratenzahlungen können zusätzliche Ausgaben verursachen.
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Warum ich als Buchhalterin immer auf den Gesamtbetrag schaue
Durch meine langjährige Arbeit in der Buchhaltung weiß ich, wie wichtig es ist, nicht nur einzelne Beträge zu betrachten, sondern die gesamten Kosten im Blick zu behalten.
Ein Rabatt von 40 Prozent klingt zunächst nach einer großen Ersparnis. Aber was bringt dir dieser Rabatt, wenn du das Produkt eigentlich nicht benötigst oder am Ende durch zusätzliche Kosten mehr bezahlst als bei einem anderen Anbieter?
Deshalb finde ich es wichtig, vor größeren Anschaffungen einmal nachzurechnen: Wie hoch ist der tatsächliche Gesamtpreis? Welche weiteren Kosten kommen hinzu? Gibt es das Produkt woanders günstiger? Und passt die Ausgabe überhaupt in mein Budget?
Mein Tipp
Schau nicht nur darauf, wie viel Prozent du angeblich sparst. Rechne aus, was du tatsächlich bezahlst und welchen Nutzen du dafür bekommst. Erst dann kannst du entscheiden, ob sich ein Kauf wirklich lohnt.
Was machst du mit dem Geld, das du nicht ausgibst?
Vielleicht hast du für den Black Friday ursprünglich 150 Euro eingeplant. Am Ende kaufst du aber nur einen Artikel für 70 Euro, den du tatsächlich benötigst.
Damit bleiben dir 80 Euro, die du beispielsweise für deine Weihnachtsausgaben zurücklegen, deinem Notgroschen hinzufügen oder für ein persönliches Sparziel verwenden kannst.
Wenn du deine Finanzen besser organisieren möchtest, kann dir mein kostenloser Finanzplaner dabei helfen, deine Einnahmen, Ausgaben und Sparziele übersichtlich festzuhalten.
Häufige Fragen zum Black Friday
Kann ich am Black Friday auch in Geschäften vor Ort einkaufen?
Ja. Neben den großen Online-Shops beteiligen sich auch viele Geschäfte vor Ort an den Rabattaktionen. Manchmal findest du ein Produkt im Geschäft genauso günstig wie online und kannst es direkt anschauen und mitnehmen.
Sind Black Friday Angebote immer nur einen Tag gültig?
Nein. Viele Händler bieten ihre Rabatte inzwischen über mehrere Tage oder sogar Wochen an. Wie lange ein bestimmtes Angebot gilt, hängt vom jeweiligen Händler ab.
Lohnt es sich, Weihnachtsgeschenke am Black Friday zu kaufen?
Ja, wenn du bereits weißt, welche Geschenke du kaufen möchtest und sie tatsächlich günstiger bekommst. Eine Geschenkeliste mit einem festen Budget pro Person hilft dir dabei, nicht mehr auszugeben als geplant.
Worauf sollte ich bei unbekannten Onlineshops achten?
Prüfe vor dem Kauf, ob nachvollziehbare Kontaktdaten vorhanden sind, welche Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden und ob du unabhängige Erfahrungen anderer Käufer findest. Sei besonders vorsichtig, wenn ein Produkt ungewöhnlich viel günstiger ist als bei anderen Anbietern.
Was sollte ich vor dem Kauf über Rücksendungen wissen?
Informiere dich vor dem Bestellen über die Rückgabebedingungen des Händlers und mögliche Rücksendekosten. Bewahre außerdem deine Bestellbestätigung und Rechnung auf.
Fazit: Black Friday lohnt sich mit einem guten Plan
Der Black Friday kann eine gute Gelegenheit sein, geplante Anschaffungen günstiger zu erledigen oder Weihnachtsgeschenke preisbewusst einzukaufen.
Entscheidend ist allerdings nicht die Höhe des Rabatts, sondern ob du tatsächlich weniger bezahlst und das Produkt wirklich benötigst.
Mit einem festen Budget, einer Einkaufsliste und einem rechtzeitigen Preisvergleich kannst du viele unnötige Ausgaben vermeiden.
Und manchmal ist der beste Black Friday Deal ganz einfach der, bei dem du dein Geld behältst.
Und jetzt interessiert mich: Planst du deine Black Friday Einkäufe vorher oder entscheidest du lieber spontan?
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