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Money Mindset für Frauen – Warum dein Kontostand noch von deiner Kindheit geprägt ist

Geld-Glaubenssätze entstehen nicht im Erwachsenenalter. Sie entstehen viel früher. In deiner Kindheit.

Und sie wirken bis heute – auf dein Money Mindset, deinen Selbstwert, deine Preisgestaltung, deine Karriereentscheidungen und deinen Kontostand.

Wenn du dich fragst, warum du trotz Wissen über Finanzen nicht ins Handeln kommst, warum du dich bei Geld unsicher fühlst oder warum dein Einkommen stagniert, dann liegt die Antwort möglicherweise nicht in fehlendem Finanzwissen, sondern in deiner Prägung.

In diesem Artikel erfährst du:

  • wie Geld-Glaubenssätze in der Kindheit entstehen
  • warum Scham, Loyalität und Angst vor Ausgrenzung dein Einkommen beeinflussen
  • wie dein Money Mindset unbewusst deinen Kontostand steuert
  • und wie du alte Geldmuster nachhaltig verändern kannst

Wenn du gerade merkst, dass dich diese Muster betreffen, dann bist du nicht allein. Viele Geldentscheidungen entstehen nicht im Hier und Jetzt – sondern aus unsichtbaren Überzeugungen, die wir längst verinnerlicht haben. Genau darum geht es auch in meinem Artikel „Geldblockaden lösen – warum deine Geschichte über dein Einkommen entscheidet“. Dort zeige ich dir, welche inneren Überzeugungen dein finanzielles Verhalten oft unbewusst steuern – und wie du sie erkennst.

Der emotionale Kern: Es geht nicht um Geld. Es geht um Zugehörigkeit.

Kinder brauchen eines mehr als alles andere: Zugehörigkeit. Wenn in deiner Familie Geld mit Stress, Mangel oder moralischen Bewertungen verbunden war, hast du nicht nur Informationen gespeichert – du hast Regeln gelernt.

Vielleicht lauteten sie:

  • Wir sind nicht solche Menschen, die viel Geld haben.
  • Reiche sind arrogant.
  • Bleib bescheiden.
  • Geld verdirbt den Charakter.
  • Hauptsache sicher.

Was dein Unterbewusstsein daraus macht:

Mehr Geld = Risiko.
Mehr Erfolg = Anderssein.
Anderssein = mögliche Ausgrenzung.

Und Ausgrenzung war als Kind existenziell bedrohlich. Deshalb blockiert dein Nervensystem heute vielleicht finanzielles Wachstum – nicht aus Unfähigkeit, sondern aus Schutz.

Das ist der Punkt, den viele beim Thema Geld und Kindheit übersehen.

Notizbuch mit der Aufschrift „Money Mindset“ neben Taschenrechner und Münzen – steht für Geld-Glaubenssätze auflösen und finanzielle Klarheit gewinnen

Wie Geld-Glaubenssätze in der Kindheit entstehen

Geld-Glaubenssätze entstehen auf drei Ebenen:

1. Gesprochene Botschaften über Geld

Sätze wie:

  • Das können wir uns nicht leisten.
  • Geld wächst nicht auf Bäumen.
  • Dafür muss man hart arbeiten.

Diese Aussagen prägen dein Money Mindset.

2. Beobachtetes Verhalten

  • Wurde über Geld gestritten?
  • Wurde geschwiegen?
  • Gab es finanzielle Unsicherheit?
  • War Geld ein Tabuthema?

Kinder lernen durch Beobachtung – nicht durch Erklärungen.

3. Emotionale Atmosphäre

  • War Geld mit Angst verbunden?
  • War Geld mit Scham verbunden?
  • War Geld mit Leistungsdruck verbunden?
  • War Geld mit Verzicht verbunden?

Dein Körper speichert diese Emotionen. Und genau deshalb reicht reines Finanzwissen später oft nicht aus.

Glas mit Münzen und Papier-Familie auf Geldscheinen – symbolisiert Geld und Erziehung sowie finanzielle Prägung in der Kindheit

Konkrete Alltagsszenen: So wirken alte Geldmuster heute

Hier beginnt der Teil, bei dem viele innerlich denken: „Verdammt, das bin ich.“

1. Das Gehaltsgespräch

Du weißt, dass du mehr wert bist. Du gehst vorbereitet ins Gespräch.

Und als die Frage kommt: „Was stellen Sie sich vor?“

Nennst du eine niedrigere Zahl.

Warum?

Weil innerlich läuft:

  • Sei nicht gierig.
  • Bleib dankbar.
  • Fall nicht unangenehm auf.

Das ist kein Kompetenzproblem. Das ist ein alter Geld-Glaubenssatz.

2. Du setzt deine Preise zu niedrig an

Du kalkulierst dein Angebot.

Rein wirtschaftlich müsstest du 2.500 € nehmen.Du entscheidest dich für 1.490 €.

Nicht, weil du nicht rechnen kannst. Sondern weil sich „viel Geld verlangen“ innerlich falsch anfühlt.

Vielleicht war Geld in deiner Familie immer knapp. Vielleicht haben deine Eltern für weniger extrem hart gearbeitet.

Und plötzlich fühlt es sich an, als würdest du sie überholen. Das ist Loyalität. Kein Rechenfehler.

3. Du fühlst dich schuldig, wenn du erfolgreich bist

Du verdienst gut.

Aber du erzählst es niemandem. Du spielst dein Einkommen herunter. Du relativierst deinen Erfolg.

Weil du Angst hast vor:

  • Neid
  • Distanz
  • Kommentaren wie „Du hast dich verändert“

Hier zeigt sich ein tiefer Geld-Glaubenssatz: Erfolg gefährdet Zugehörigkeit.

Sparschwein mit Pflastern auf überfälliger Rechnung – steht für Schulden, finanzielle Unsicherheit und negative Geldmuster

4. Du hast Rücklagen – fühlst dich aber nie sicher

Objektiv bist du finanziell stabil. Subjektiv hast du Angst.

Wenn es in deiner Kindheit finanzielle Unsicherheit gab, speichert dein Nervensystem:

Geld ist instabil. Sicherheit ist brüchig.

Das nennt man emotionale Geldprägung. Und sie beeinflusst dein Money Mindset stärker als jede Excel-Tabelle.

Wenn dich das Thema Schulden oder finanzielle Belastung betrifft, erfährst du mehr in diesem Artikel, wie du deine Schulden schneller abbauen kannst

Warum Geld und Selbstwert untrennbar verbunden sind

Ein zentraler Aspekt beim Thema Geld-Glaubenssätze auflösen ist dein Selbstwert.

Wenn du früh gelernt hast:

  • Liebe gibt es für Anpassung.
  • Anerkennung gibt es für Leistung.
  • Sicherheit gibt es für Bescheidenheit.

Dann verknüpft dein System Geld mit Wert.

Das führt zu:

  • Unterpreisung
  • Angst vor Sichtbarkeit
  • Vermeidung von Verhandlungen
  • finanzieller Selbstsabotage

Dein Kontostand wird so zum Spiegel deiner inneren Überzeugungen.

Nachdenkliche Frau am Fenster mit Kaffeetasse – Sinnbild für Money Mindset, Selbstreflexion und innere Arbeit an Geld-Glaubenssätzen

Lösungsansatz: Wie du dein Money Mindset nachhaltig veränderst

Geld-Glaubenssätze verändern heißt nicht, dir neue Sprüche einzureden.

Es heißt:

1. Deinen alten Satz identifizieren

Zum Beispiel: „Ich darf nicht erfolgreicher sein als meine Familie.“

2. Den Ursprung würdigen

Dieser Satz wollte dich schützen.

Vor Ablehnung.
Vor Konflikten.
Vor Liebesverlust.

3. Vergangenheit und Gegenwart trennen

Du bist heute nicht mehr abhängig.

Du darfst eigene Regeln definieren.

4. Neue Sicherheit aufbauen

Nicht nur mental.
Sondern durch Klarheit über deine Zahlen, deine Strategie und deine finanziellen Entscheidungen.

Hier schließt sich der Kreis zwischen Mindset und Finanzwissen.

Denn innere Arbeit allein reicht nicht, wenn du deine Zahlen meidest.
Und reines Finanzwissen hilft dir nicht, wenn alte Muster im Hintergrund weiterlaufen.

Genau hier setzt mein Finanzplaner an.

Er hilft dir dabei:

  • deine finanzielle Ausgangslage realistisch einzuschätzen
  • Einnahmen und Ausgaben transparent zu machen
  • Rücklagen sinnvoll zu planen
  • Schulden und Verpflichtungen einzuordnen
  • Sparziele klar zu definieren
  • bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen

Ohne Bewertung.
Ohne Druck.
In deinem Tempo.

FAQ: Häufige Fragen zu Geld-Glaubenssätzen und Kindheit

1. Kann ich Geld-Glaubenssätze wirklich noch ändern?

Ja. Das Gehirn bleibt lernfähig. Neue Erfahrungen und bewusstes Handeln können alte Muster überschreiben. Wichtig ist: Bewusstheit + Handlung.

2. Sind meine Eltern schuld an meinen Geldproblemen?

Es geht nicht um Schuld. Deine Eltern haben selbst Geldprägungen übernommen. Du darfst verstehen – ohne zu verurteilen.

3. Warum fühle ich mich trotz gutem Einkommen unsicher?

Weil dein Nervensystem alte Erfahrungen speichert. Wenn Geld früher mit Stress oder Mangel verbunden war, reagiert dein Körper heute noch darauf.

4. Reichen Affirmationen, um mein Money Mindset zu ändern?

Nein. Affirmationen können unterstützen. Aber ohne emotionale Aufarbeitung und konkrete finanzielle Klarheit bleiben sie oberflächlich.

5. Wie lange dauert es, alte Geldmuster aufzulösen?

Das ist individuell. Manche Aha-Momente gehen schnell. Tief verankerte Loyalitäts- oder Schammuster brauchen Zeit. Wichtig ist Kontinuität.

Fazit: Dein Kontostand ist kein Zufall

Dein Kontostand ist nicht nur das Ergebnis deiner Strategie. Er ist oft das Ergebnis deiner inneren Bindungsgeschichte.

Geld-Glaubenssätze aus der Kindheit wirken leise – aber kraftvoll. Wenn du dein Money Mindset veränderst, veränderst du nicht nur deine Finanzen.

Du veränderst deine Beziehung zu:

  • Zugehörigkeit
  • Selbstwert
  • Sicherheit
  • Erfolg

Du darfst dazugehören.
Und wachsen.

Beides ist möglich.

Empfehlenswerte Bücher zum Thema Money Mindset

  • Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können
  • Madame Moneypenny: Die Krise liebt Frauen wie dich: Wie du finanziell resilient wirst und wächst – egal, was kommt
  • Johanna van Löchtern: Dein bestes Selbst – Ein Journal, um die beste Version von dir selbst zu werden
  • Gavin Sexton: Bin ich gut genug? Selbstwertgefühl stärken mit der Inside-Out Methode: Mehr Selbstbewusstsein – Mehr Selbstliebe – Mehr Zufriedenheit

 

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